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Männer sterben in Texas: Die großen Western 17 (German Edition)

Er torkelte vom Brettersteg und fiel auf die Straße. Das wilde Gelächter teuflischer Genugtuung drang schon nicht mehr zu ihm hin. Er hörte nicht den Hufschlag eines Pferdes, sah nicht den Reiter und nicht den Halunken, der ihm in den Rücken geschossen hatte und nun in den Saloon zurückging, als wäre nichts Besonderes geschehen. Dicht vor ihm verhielt der Reiter, sprang vom Pferd und beugte sich über ihn. “Tom”, rief der Mann unterdrückt, “großer Gott, was ist los? Hörst du mich, Tom? Ich bin es, John Day.” Tom Billinger kam noch einmal zu sich. “John Day”, stöhnte er. “Zu spät, John. Suchte Leute für uns im Saloon… Zwei Halunken, John, Banditen – ich sah nur einen, wußte nicht, daß er noch einen Komplicen hatte. Er schrie mich an… Verdammter Yankee, schrie er. Schoß auf mich. Ich schoß zurück, ging raus. Da krachte es hinter mir…” John Day hob vorsichtig den Kopf des Sterbenden an. “Tom”, fragte er, “ist der andere noch im Saloon?” “Ja. Alles ist aus für mich. Du mußt allein die Männer suchen.” Stöhnend richtete er sich auf und starrte John Day an. “Sorge dafür, daß ich gut – unter die Erde – komme, John.” John Day wußte nicht, wie lange er bei Tom Billinger gehockt hatte, als er sich endlich entschloß, aufzustehen. Er schluckte, verengte die Augen, und sah starr zum Saloon. Die Straße des Camps war leer. Die arbeitslosen Cowboys, die aus dem Krieg heimgekommen waren und keinen Job fanden, waren weitergezogen, und nur ein paar Mann waren hiergeblieben am Brazos. “Du bekommst das beste Grab, das es gibt, Tom”, murmelte er. Dann ging er vorsichtig um Tom herum und näherte sich dem Saloon. Ein paar Männer in verwahrloster Kleidung, teilweise noch in der Uniform der Südstaaten, lümmelten hager und hungrig an den Tischen. An der Theke stand ein knochiger, dürrer Mann, hob das Glas und sah auf den leblosen Komplicen.

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